Wasser

1999 – 2012

(…) Die Lage des barocken Baus inmitten des Paderquellgebietes – umspült von Wasser- regte die Künstlerin zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Thema Wasser an. Das Ergebnis sind neun großformatige Mischtechniken, die in die Fensternischen eingepasst wurden: fließende Formen ohne klare Konturen, die ausflocken und sich zusammenballen, ein sich Kräuseln, Schweben und Züngeln in Schwarz und Weiß. Man hat den Eindruck, daß sich die Formen gegenseitig in Bewegung versetzen und dabei selbst in unentwegter Veränderung begriffen sind. In den hellen kreisförmigen Flecken kommt die Bewegung zur Ruhe, während an den Nahtstellen zwischen Schwarz und Weiß eine Vibration entsteht, wie sie bei der Verdichtung von Energie auftritt. Unwillkürlich drängen sich dem Betrachter Assoziationen an Wasser und Himmel, aber auch an Feuer auf. Unabgeschloßen an den Rändern, greifen die Formen über die Bildfläche hinaus und erweisen sich als Ausschnitte eines größeren Zusammenhangs (…)

 

Gabriele Kerkhoff